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Gemeinsam Kochen – gesunde Ernährung für Kinder

Fehl- und Überernährung bei Kindern und Jugendlichen ist ein häufiges Thema – auch in den Praxen der Kinderärzte.  Immer weniger frisch gekochte Gerichte kommen in deutschen Haushalten auf den Tisch. Fertiggerichte aus der Tiefkühltruhe gehören längst zum Alltag. Damit Kinder früh erleben und erlernen, wie sich gesunde Küche zusammensetzt und wie gut sie schmecken kann, sollte in der Familie gemeinsam gekocht werden. Dabei sind die Tipps für eine gesunde Ernährung meist bekannt:

Gemüse und Kartoffeln aus der Region und der Saison. Fleisch kann, muss aber nicht dabei sein – 3x / Woche eine kleine Fleischportion reicht völlig aus.

Wenn Kinder Gemüse und Obst mit aussuchen dürfen, essen sie es auch lieber. Das gemeinsame Schnibbeln, Schälen und Abschmecken macht Spaß und Lust auf die leckere Mahlzeit.

Wir sind sicher: in unserer Praxis gibt es viele Eltern, die leckere, gesunde Rezepte kennen, die sich für ihre Kinder bewährt haben und gern gegessen werden. Wir möchten Sie bitten, Ihre Lieblingsrezepte aufzuschreiben, die wir sammeln werden. Die besten werden auf der Homepage veröffentlicht – gern auch unter Ihrem Namen.

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Nicht ausgeschlafen? – Vorschulkinder greifen zu mehr Zucker und Kohlehydraten

Nach Angabe der National Sleep Foundation in den USA schlafen 30% der Kinder im Vorschulalter nicht genug. Welche Auswirkungen das hat, untersucht jetzt eine Studie, die im „Journal of Sleep Research“ veröffentlicht wurde. 3- und 4-jährige Kinder schliefen in einer Nacht 3 Stunden weniger als sonst. Für den Folgetag und den Tag danach wurden alle Lebensmittel notiert, die sie zu sich nahmen. Dabei ergab sich, dass am ersten Tag eine Erhöhung des Kalorienverbrauchs von 20 % erfolgte und 25 % mehr Zucker sowie 26 % mehr Kohlehydrate konsumiert wurden. Trotz der Erlaubnis an diesem Tag so viel zu schlafen, wie sie wollten, war auch am zweiten Tag ein erhöhter Kalorienverbrauch festzustellen (14 %), und es wurden 23 % mehr Fett konsumiert. Zucker und Kohlehydrate pendelten sich dagegen auf Normalniveau ein. Häufiger Schlafmangel bei Vorschulkindern erhöht das Risiko übergewichtig zu sein – auch als Schüler und Erwachsener, wie weitere Studien belegen.

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8.Nov.16 – Pubertät-Reifezeit ist Krisenzeit“

Katrin Nitschke hält in der Gesamtschule Rodenkirchen den einführenden  Vortrag des Themenabends für Eltern, Lehrerinnenn und Lehrer am 08. November 2016  um 19.00 Uhr zum Thema  „Pubertät-Reifezeit ist Krisenzeit“ .

Ein Auszug aus dem Veranstaltungsflyer:

„Der Vortrag informiert zunächst über die neurobiologischen Veränderungsprozesse in dieser Entwicklungsphase und zeigt dann auf, welche Auswirkungen diese auf das Verhalten der Jugendlichen hat. Dabei stellt sich die Frage: Was ist „normal“, wenn auch anstrengend, und welches sind Verhaltensbilder, die behandlungsbedürftig sind, wie beispielsweise extreme Formen der Essstörungen oder Selbstverletzungstendenzen wie „Ritzen“.

Diese Veranstaltung ist eine Kombination aus Fachvortrag mit anschließender Diskussion, in der die o. g. Expertinnen auf die vielfältigen Fragen eingehen werden.

Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Eltern, Lehrerinnen und Lehrer.

Beginn der Veranstaltung ist 19.00 Uhr im Raum C 00.26 (Erdgeschoss) der Gesamtschule Rodenkirchen. Das voraussichtliche Ende wird gegen 20.30 Uhr sein.“

 

 

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Kinder haben ein Recht auf Gesundheit – auch in sozial benachteiligten Stadtvierteln

Der diesjährige Weltkindertag (20. September) steht in Deutschland unter dem Motto „Kindern ein Zuhause geben“. Doch wenn sich das Zuhause in einem sozial benachteiligten Viertel befindet, steht es um die Gesundheitsversorgung der Kinder oftmals schlecht. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hin und verlangt mehr Unterstützung für Familien in sozialen Brennpunkten.

Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte: „Ein Kind in einem sozial schwachen Stadtviertel hat ein viel höheres Risiko, an Übergewicht zu erkranken, psychische Störungen zu entwickeln und mit dem Rauchen und anderen Drogen anzufangen. Das hat die große KIGGS-Studie erwiesen. Und spätestens seit der ersten PISA-Studie wissen wir, dass die Schulleistung von Kindern und Jugendlichen ebenfalls eng an die soziale Herkunft gekoppelt ist. Kinder aus sozial benachteiligten Stadtvierteln erreichen seltener höhere Schulabschlüsse, sie stellen den Großteil der Schulabbrecher. Diese Benachteiligung schadet nicht nur den Betroffenen Kindern und Jugendlichen selbst, sondern auch die Gesellschaft verliert dadurch wertvolle Ressourcen. Als Kinder- und Jugendärzte fordern wir, dass Kinder, die in sozialen Brennpunkten aufwachsen, bessere Chancen bekommen, ihre Neigungen und Kompetenzen zu entfalten und gesund aufzuwachsen.

Was wir Kinder- und Jugendärzte fordern

  • Ein bundesweit gültiges Qualitätsgesetz für Kindertageseinrichtungen, das verbindliche Personalschlüssel und Qualitätsvorgaben macht. Und zwar für alle Kitas überall in Deutschland. Nur so ist eine kompensatorische Förderung benachteiligter Kinder und damit Bildungsgerechtigkeit möglich.
  • Gezielte Unterstützung für sozial schwache Familien durch Familienhebammen und weitere wohnortnahe niedrigschwellige Beratungsangebote.
  • Schulen: Hier wünschen wir uns ein stärkeres Augenmerk der Verantwortlichen auf körperliche Gewalt und Mobbing und auch Mobbing in Sozialen Netzwerken. Lehrer müssen mehr noch als bisher dafür sensibilisiert werden und gegensteuern. Ebenfalls wünschen wir uns nach skandinavischem Vorbild mehr differenzierte Förderung in den Klassen. Begabte und entwicklungsverzögerte Kinder müssen gleichermaßen nach ihren individuellen Kompetenzen gefördert werden.Schulkrankenschwestern: schon seit Jahren fordert der BVKJ flächendeckend an allen Schulen Schulkrankenschwestern. Diese werden gebraucht, um bei Unfällen die Erstversorgung zu leisten, um chronisch kranke Kinder zu betreuen, um die Inklusion behinderter Kinder zu begleiten, zur Sicherstellung erforderlicher Medikamentengaben, vor allem aber für die Präventionsarbeit, wo sie bei Themen wie Drogen, Essstörungen, Schulranzen-TÜV, Mediengebrauch, Verhütung wichtige Aufklärungsarbeit leisten kann und auch die Brücke zu den Kinder- und Jugendärzten vor Ort sein kann. Bei der Finanzierung sehen wir sowohl die Krankenkassen als aber auch die öffentliche Hand in der Pflicht.
  • Medizinische Versorgung: Wir brauchen eine bessere Ausstattung mit Kinder- und Jugendarztpraxen. In sozial problematischen Stadtvierteln haben wir heute eine zunehmende Unterversorgung mit Kinder- und Jugendärzten. Dies hängt damit zusammen, dass das derzeitige Honorarsystem den Betrieb einer Praxis in einer Gegend ohne Privatpatienten schlicht unrentabel macht. Hier ist die Politik gefordert, eine gerechtere Honorierung und eine bessere Bedarfsplanung durchzusetzen.
  • Eine bessere Stadtplanung: in sozial benachteiligten Stadtvierteln fehlt es an Grünflächen, wo Kinder sich im Freien bewegen können.
  • Wir brauchen endlich eine Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz und in allen Parlamenten Kinderbeauftragte nach dem Vorbild der Wehrbeauftragten. Diese Kinderbeauftragten müssen mit umfassenden Rechten ausgestattet werden, um staatliches Handeln gemäß Artikel 3 der UN-Kinderrechtskonvention darauf zu überprüfen, ob bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, das Wohl des Kindes vorrangig berücksichtigt wird.“

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Dies ist eine Pressemeldung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V.  Quellenangabe: www.kinderaerzte-im-netz.de.

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Borreliose – Schutz vor Zecken wichtig

Wer jetzt Waldspaziergänge macht oder auf Wiesen in Kontakt mit bodennahen Pflanzen kommt, sollte ganz besonders auf Zecken achten, denn sie können mehrere Krankheiten übertragen. Die häufigste ist Borreliose. Auch wenn die meisten Borrelioseinfektionen in den Sommer fallen: auf Sommertemperaturen sind Zecken nicht angewiesen. Lediglich Temperaturen über 7°C  benötigen die Holzböcke um aktiv zu werden. Wenn Sie sich länger auf eine Wiese setzen wollen, können Sie versuchen, die Stelle mit einem hellen Frottiertuch zu testen. Oft bleiben Zecken an der rauhen Oberfläche hängen. Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosenbeinen helfen. Bei längerem Aufenthalt im Freien ist es sinnvoll die Hosenbeine in die Socken zu stecken. Auf jeden Fall sollten sie den Körper hinterher absuchen, um den Zecken auf die Spur zu kommen. Haaransatz, Leistengegend und Kniekehlen nicht vergessen. Zecken stechen nicht immer sofort. In der Kleidung können sie 3 Tage überleben. Auch Haustiere sollten Sie absuchen, denn sie können die Tiere mitbringen.

Was tun, wenn Sie eine Zecke finden, die sich bereits festgesaugt hat?

Die Zeckenzange eignet sich bestens, um die Tiere zu entfernen. Entgegen der häufigen Annahme sollen die Tiere nicht herausgedreht werden. Also, kurz hinter dem Kopf mit der Zange fassen und vorsichtig herausziehen. Dabei soll der Zeckenkörper nicht gedrückt werden, damit die Zecke den Mageninhalt nicht samt Erregern in die Wunde abgibt. Hausmittel wie Creme, Öl, Klebstoff u.ä.m. erhöhen die Gefahr, dass die Zecke im Todeskampf genau das macht, was vermieden werden soll. Entfernen sein die Zecke sofort nach Entdeckung. Danach sollte die Wunde sorgfältig desinfiziert werden.

Es kann auch noch nach Wochen zum Auftreten von Symptomen kommen, z.B. einer sog. „Wanderröte“, eine ringförmige Röte mit heller Mitte. Das Beobachten der Wunde ist also wichtig.  Allgemeine Krankheitssymptome wie Kopf- Muskelschmerzen oder Fieber können ebenfalls auf eine Borrelioseinfektion hindeuten. Dann sollten Sie Ihr Kind einem Kinder- und Jugendarzt vorstellen, selbst wenn Sie nach einem Zeckenkontakt keine Stichstelle gefunden haben. vorstellen. Denn das Krankheitsbild sollte unbedingt ärztlich abgeklärt werden!

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Selbstverletzendes Verhalten

Als Eltern sollten Sie aufmerksam werden, wenn Ihr heranwachsendes Kind äußert, dass es sich wertlos oder hoffnungslos fühlt. Offen für ein Gespräch zu sein und die Probleme der Heranwachsenden ernst zu nehmen, das ist eine der wichtigsten Aufgaben in der Begleitung Ihrer Kinder.

Wenn Gefühle nicht auszuhalten sind

Selbstverletzendes Verhalten entsteht häufig als Reaktion auf eine starke seelische Belastung oder kann auf eine zugrunde liegende psychische Erkrankung hinweisen. Jugendliche, die ihre negativen Gefühle (z.B. Einsamkeit, Angst oder Aggression) als übermächtig empfinden, beschreiben häufig, dass sie sie nur mit Selbstverletzendem Verhalten kontrollieren und die innere Spannung abbauen können. Häufig wollen sie sich auch selbst bestrafen. Waren in der Vergangenheit besonders oft Mädchen betroffen, zeigen Studien, dass Jungen statistisch aufholen.

Unter langen Ärmeln verborgen

Betroffene Jugendliche schämen sich häufig und verbergen ihre Verletzungen unter der Kleidung. Deshalb ist es besonders wichtig, dass das Umfeld sensibel auf mögliche Warnzeichen reagiert. Ob die Verletzungen Symptom einer Krankheit sind, kann ein Facharzt beurteilen. Mögliche Hinweise für sog. „Ritzen“ könnten u.a. viele geradlinige Narben auf den Armen sein, die unterschiedlich alt sind – aber auch auf anderen Extremitäten, Stirn, Wangen oder Rumpfvorderseite. Dabei sind sich die einzelnen Narben oft in Tiefe und Gestalt auffällig ähnlich und häufig in Gruppen angeordnet. Deutliche Hinweise sind natürlich Anordnungen in Form von Buchstaben, Symbolen oder geometrischen Formen.

Sollten Eltern solche Wunden bemerken, ist es wichtig den Jugendlichen ihrem Arzt, Kinder- und Jugendpsychiater oder Kinder- und Jugendpsychotherapeuten vorzustellen.

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Alptraum Plötzlicher Kindstod – was können Sie tun?

Alptraum Plötzlicher Kindstod – was können Sie tun?

Die Fachzeitschrift „Pediatrics“ veröffentlicht eine Studie, in der Daten von mehr als 900.000 Todesfällen bei Säuglingen zwischen 1983 und 2012 analysiert wurden. Im Analysezeitraum fielen die Zahlen von Plötzlichem Kindstod (auch SIDS – Sudden Infant Death Syndrome) um 71 %. Der eigentliche Plötzliche Kindstod ist auf einen Atemstillstand des Kindes zurückzuführen. Er tritt vor allem zwischen den 3. und 6. Lebensmonat des Kindes auf, obwohl auch ältere Kinder sporadisch bis weit über einem Jahr leider noch durchaus betroffen sein können. Eine eindeutige Ursache steht nicht fest. Sicherlich gibt es körperliche Dispositionen, die sich dem Einfluss der Eltern entziehen. Aber es lohnt sich, sich mit den beeinflussbaren Faktoren zu beschäftigen. Vor allem in der Zeit von 1994 – 1996 konnte eine erhebliche Reduzierung der SIDS-Fälle verzeichnet werden, wahrscheinlich weil große Anstrengungen unternommen wurden, darüber aufzuklären, dass Babys auf dem Rücken schlafen sollten.

Was können Eltern noch beachten? Es scheint so, dass Baby, die im Mutterleib oder nach der Geburt Zigarettenrauch ausgesetzt waren, ein höheres SIDS-Risiko haben. Babys, die gestillt werden und deren Eltern konsequent Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, haben laut Studie ein geringeres Risiko.

Außerdem gehört zu den beeinflussbaren Dingen, die sog. „sichere Schlafumgebung“. Neben der Bauchlage werden Kriterien, wie zu warm, zu ruhig, keine sensomotorische Stimulation als bedenklich benannt. Bitte sprechen Sie unsere Kinderärztinnen und Kinderärzte an, wenn Sie Fragen hierzu haben.

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Bereits mit Neunjährigen sollten Eltern über Alkohol und dessen Risiken sprechen

 

Wenn Kinder etwa neun Jahre alt sind, sollten Eltern mit ihnen über Alkohol und die Risiken seines Konsums sprechen.

 

„Kinder beginnen in diesem Alter positiv über Alkohol zu denken. Im Jugendalter verfestigen sich dann Einstellungen gegenüber Alkohol, Trinkmotive und Konsummuster und bleiben häufig bis zum Erwachsenenalter bestehen“, erläutert Dr. med. Matthias Brockstedt, Suchtbeauftragter des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), die Gründe dafür. Diese Meinung vertritt u.a. auch Professor Lorena Siqueira von der American Academy of Pediatrics, eine Gesellschaft der amerikanischen Pädiater. Je mehr Heranwachsende Alkoholwerbung und Ähnlichem ausgesetzt sind, desto eher werden sie trinken. Daher ist es sehr wichtig, die Gefahren von Alkohol frühzeitig zu kommunizieren.

Wer in jungen Jahren regelmäßig Alkohol trinkt, hat ein hohes Risiko, im Erwachsenenalter alkoholabhängig zu werden. Zwar nimmt der Alkoholverbrauch der Jugendlichen tendenziell insgesamt ab, doch verbrauchen einer Berichterstattung des Robert Koch-Instituts zufolge etwa 5% der 12- bis 17-Jährigen gesundheitsschädliche Alkoholmengen. Und mehr als die Hälfte der Jugendlichen glauben nach eigenen Angaben, dass sie nach fünf oder mehr Einheiten von Alkohol nicht betrunken gewesen seien. „Bei Kindern und Jugendlichen steigt der Alkoholgehalt im Blut stärker und schneller an als bei Erwachsenen. Auch der Alkoholabbau erfolgt langsamer“, warnt Dr. Brockstedt. „Vielleicht noch wichtiger als das Gespräch ist das Vorbild der Eltern. Zuhause sollte Alkoholgenuss nichts Alltägliches sein und auch nicht als Mittel gegen unangenehme Gefühle fungieren“, ergänzt der Suchtexperte.

Quellen: RKI (GBE kompakt), Pediatrics

Dies ist eine Pressemeldung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V.  Quelle : www.kinderaerzte-im-netz.de.

Wir sind der Meinung, dass das Alter von 9 Jahren nur ein grober Richtwert sein kann und es maßgeblich von der Entwicklung des Kindes abhängt, wann eine solche Aufklärung über Alkohol Sinn ergibt.

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